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Die digitale Eidgenössische Stiftungsaufsicht eESA: proFonds setzt sich trotz seinen Zwischenerfolgen weiterhin für eine Optimierung ein

Ende Mai 2021 teilte die Eidgenössische Stiftungsaufsicht ESA mit, dass das System für die digitale Stiftungsaufsicht (eESA) in Betrieb genommen wurde. Stiftungen und Revisionsfirmen können damit über das Online-Portal EasyGov.swiss neu vollelektronisch mit der ESA kommunizieren. Dies soll insbesondere die jährliche Berichterstattung erleichtern, wie Nils Güggi, Leiter der ESA, erläutert:  „Mittels (halb)automatisierter Triage sollen die Stiftungen später auf der Grundlage strukturierter Informationen und gestützt auf eine ganzheitliche Risikobeurteilung in unterschiedliche Bearbeitungsstufen eingeteilt und damit effizienter und zielgerichteter bearbeitet werden.“

Grundsätzlich begrüsst proFonds die Digitalisierung der ESA. Seit Aufnahme des Projekts eESA hat proFonds als Dachverband der gemeinnützigen Stiftungen der Schweiz deshalb die Entwicklung mit grossem Interesse und konstruktiv kritisch verfolgt. proFonds hat auch schon früh eine ausführliche Stellungnahme zum Projekt mit Vorschlägen für Anpassungen, Verbesserungen und Anwendungserleichterungen für die Nutzer/innen an die ESA geschickt. Dabei hat sich proFonds stets für eine praxistaugliche, benutzerfreundliche Lösung ausgesprochen. Darum hat unser Dachverband insbesondere die Länge der Formulare zur jährlichen Berichterstattung (Formulare A1 und B), einzelne unnötige bzw. unklar erscheinende Fragen wie auch den erheblichen Mehraufwand für die Stiftungen beanstandet. Leider wurden diese Vorschläge vorerst nur zu einem sehr geringen Teil berücksichtigt. Die Ende Mai präsentierte Ausgestaltung der eESA erschien noch zu wenig benutzerfreundlich.

Eine Umfrage unter den proFonds-Mitgliedern hat ergeben, dass diese die Formulare zu umfangreich finden und den erheblichen Mehraufwand bei gleichbleibenden Gebühren kritisieren. proFonds hat daraufhin das  Gespräch mit der ESA gesucht, um die Anliegen seiner Mitglieder vorzutragen und eine Verbesserung für diese zu bewirken. Mit Erfolg! Wie die ESA mitteilt, verzichtet sie auf die Beantwortung von sechs Fragen in den Formularen A1 und B. Zudem wird zurzeit seitens ESA geprüft, ob weitere Erleichterungen erfolgen können. proFonds begrüsst dies als ersten Schritt in die richtige Richtung. Allerdings müssen die Formulare weiter gekürzt und vereinfacht werden. Dazu wird der Dialog zwischen proFonds und ESA noch diesen Sommer fortgesetzt.