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Der Schweizer Stiftungstag 2022: Rückblick und Fotogalerie

Der Schweizer Stiftungstag 2022 war ein grosser Erfolg: Rund 340 Personen (unser neuer Rekord!) sind in das charmante Stadttheater nach Olten gereist, um am jährlichen Branchentreff der Gemeinnützigkeit teilzunehmen, vom spannenden Programm zu profitieren, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen.

proFonds dankt allen ganz herzlich, die zum Gelingen des Schweizer Stiftungstags 2022 beigetragen haben!

Rückblick

Als Auftakt der Tagung hielt Nicola Forster, Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft SGG unter dem Titel «Revolution oder Evolution? Stiftungen und gemeinnützige Organisationen im Zukunfts-Check» ein Inputreferat. Seine Einschätzungen und Analysen wurden im darauf folgenden Podiumsgespräch von profunden Kenner:innen des Sektors (Michael Domeisen, Leiter Partnerschaften ETH Foundation; Stefan Schöbi, CEO StiftungSchweiz; Katja Schönenberger, Direktorin Stiftung Pro Juventute) diskutiert und kritisch hinterfragt. Fokus der Debatte war die titelgebende Fragestellung, ob Stiftungen heute noch zeitgemäss sind. Moderiert wurde die Runde von Susanne Sugimoto, der Redaktionsleiterin des Fachmagazins The Philanthropist.

Im traditionellen Aktualitätenbericht informierte proFonds über allgemeine und rechtliche Entwicklungen im Stiftungs- und NPO-Sektor. Verpackt in die Unterkapitel «Every single year», «The good, the bad and the ugly» oder «The farther you go, the less you know» wurden für Stiftungen und NPO relevante Themen wie der Datenschutz, der Automatische Informationsaustausch in Steuersachen oder die elektronische Eidgenössische Stiftungsaufsicht anschaulich erklärt und eingeordnet.

In einem weiteren Podiumsgespräch sprachen Andreas R. Kirchschläger, CEO elea Foundation, Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, Dr. Martina Ziegerer, Geschäftsführerin Zewo und Robert Schmuki von Con·Sense Philanthropy Consulting über die zeitgemässe Zweckerfüllung durch Wirkungsorientierung. Welche Modelle zur Wirkungsmessung gibt es? Wie können diese in die bestehenden Prozesse integriert werden? Was muss bei der Evaluation besonders beachtet werden? Wo sind die grössten Herausforderungen zu verorten?

Ein weiteres aktuelles Thema ist die Zusammensetzung der Stiftungsräte. Obwohl alle von Diversität sprechen, sind gemäss einer aktuellen Studie 75% der Stiftungsräte in der Schweiz über 50 Jahre alt, fast 65% männlich und rund 80% haben einen Schweizer Pass. Dr. Theresa Gehringer, Co-Präsidentin der Vereinigung junger Stiftungsexpert:innen hat aufgezeigt, welche Strategien sich eignen, um die Generation Y und Z erfolgreich in die Stiftungsräte einbinden zu können.

Am Beispiel der Theodora Akademie hat Miriam Bass Costantini erläutert, wie es gelingen kann, eine Stiftung fit für die Zukunft zu machen, auch wenn sich die Rahmenbedingungen geändert haben.

Auch in den beiden letzten Referaten ging es um Themen, mit denen sich Stiftungen beschäftigen müssen, wenn sie mit der Zeit gehen wollen:

Francesca Bosco sprach über ihre Arbeit am CyberPeace Institute, das sich im Bereich der Bekämpfung und Verhütung von Cyberkriminalität engagiert und sich dabei auf die Chancen, Risiken und Bedrohungen konzentriert, die durch neue Technologien speziell für NPO entstehen.

Zum Abschluss der Tagung hat Nora Wilhelm von collaboratio helvetica über Systemwandel gesprochen und erläutert, wie Stiftungen auch im Förderbereich zeitgemäss bleiben können. Dabei propagierte sie einen Paradigmenwechsel: von der bilateralen, punktuellen Unterstützung zur sektorübergreifenden, langfristigen Multi-Stakeholder-Strategie.

Wir waren sehr zufrieden mit dem Anlass und glücklich über die zahlreichen positiven Rückmeldungen, die bei uns eingegangen sind. Wir freuen uns schon heute auf den Schweizer Stiftungstag 2023!